Stromanbieter wechseln und bares Geld sparen.

Den billigsten Telefonanbieter, der günstigste Handytarif, alles selbstverständlich. Wenn es aber um den Gas- oder Stromanbieter geht, ist der innere "Schweinehund" noch dominant. So verschenken Millionen Haushalte bares Geld.
Den Stromanbieter zu wechseln bedarf nur weniger Minuten, die Formalitäten übernimmt Ihr neuer Lieferant. Nutzen Sie den Tarifrechner und staunen Sie, wieviel Geld Sie sparen können. Ihr bisheriger Anbieter behält auf jeden Fall die Pflicht zu Ihrer Grundversorgung, so brauchen Sie keine Angst zu haben, eines Tages ohne Strom zu sein.

Nachrichten aus der Strombranche:
 

Intelligente Zähler stoppen Stromfresser/Ein Arzt aus Friedrichshafen zeigt wie es geht/Energieverbrauch im Viertelstundentakt via Internet

Frankfurt (ots) -

    Wer zu Hause Strom sparen will, braucht detaillierte und aktuelle Informationen zum Verbrauch, also mehr als nur die übliche Gesamtabrechnung im Jahr. Dies ist das Ergebnis eines Modellprojektes in der Zukunftswerkstatt T-City Friedrichshafen. Über 200 Haushalte sammeln hier seit einem knappen Jahr Erfahrungen mit dem Einsatz intelligenter Zähler. Wichtigstes Ergebnis sind Spareffekte und verändertes Verhalten durch stets aktuelle Verbrauchszahlen. So verfolgt der Arzt Dr. Germar Büngener bequem via Internet, wie sich die Verwendung verschiedenster Geräte im Haushalt und in seiner Arztpraxis auf den Verbrauch auswirkt. "Gemeinsam mit unserem zweijährigen Sohn spüren meine Frau und ich versteckte Stromfresser auf", bestätigt Dr. Büngener begeistert.

    Eine Kommunikationsbox von T Systems sammelt die Zählerdaten und überträgt sie via DSL. "Dabei haben wir sogar eine Tiefkühltruhe in einer Rumpelkammer entdeckt, die wir seit Jahren eigentlich nicht nutzen", freut sich Dr. Büngener. In der Mittagspause fährt er die sieben PC-Arbeitsplätze seiner Praxis bis auf den Server herunter und reduziert damit den Verbrauch um rund 60 Prozent. Den Erfolg der Sparmaßnahmen kontrolliert er dann zufrieden über sein iPhone. Mit dem hat er sogar schon unterwegs einmal nachgeschaut "was denn im Moment so läuft". "Gerade in Zeiten steigender Preise gewinnt Energieeffizienz an Bedeutung und wer seinen Stromverbrauch genau kennt, kann richtig Energie und damit Kosten sparen", berichtet Stefan Söchtig, Geschäftsführer der Technischen Werke Friedrichshafen (TWF), über die positiven Ergebnisse aus dem Modellversuch und ergänzt: "Damit bauen wir Deutschlands größtes Kraftwerk - die Energieeffizienz".

    Dass gerade ein Stadtwerk wie die TWF gemeinsam mit der Telekom als erste die neue Technologie in der Praxis erprobt, ist für Söchtig kein Zufall: "Stadtwerke sind die 'guten Nachbarn' der Bürger, die auch intelligente Lösungen zum Strom- und Gassparen anbieten und nicht nur immer mehr Strom verkaufen wollen."

    Lange dauert es wohl nicht mehr, bis die intelligenten Stromzähler generell verfügbar werden. Der Gesetzgeber schreibt ihre flächendeckende Installation in Neubauten und bei Sanierungen ab dem Jahr 2010 vor.


Energieverschwendung: Firmennetzwerke treiben Stromverbrauch in die Höhe

München (ots) - In der Diskussion um Green IT spielt Energieverbrauch im Netz bislang kaum eine Rolle / Schnellere Netze brauchen mehr Strom / Glasfaser-Anschlüsse sorgen für mehr Energieeffizienz / Neue Geräte helfen die Kosten zu senken

    Bei der Diskussion um Green IT stehen vor allem Server, Plattensysteme sowie die Kühlsysteme der Rechenzentren wegen ihres hohen Stromverbrauchs und der damit verbundenen CO2-Belastung in der Kritik. Kaum Beachtung finden in diesem Zusammenhang jedoch bislang die Datennetzwerke. Dabei ist das Netz in vielen Unternehmen mittlerweile zu einem heimlichen Stromfresser geworden, wie die IT-Wochenzeitung COMPUTERWOCHE (Ausgabe 43/2008, www.computerwoche.de) in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. So schlägt sich insbesondere der ständige Wettlauf um höhere Übertragungsraten im Netz negativ auf die Energiebilanz nieder. 10 Gigabit Ethernet ist zwar hundertmal schneller als Fast Ethernet, verbraucht aber auch die sechsfache Strommenge.

    Mit dem wachsenden Energieverbrauch steigt die Abwärme in den Etagenverteilern, die häufig nur in sehr kleinen Räumen untergebracht sind. Die zusätzlich erforderliche Kühlung treibt den Energiebedarf weiter in die Höhe. Und noch eine weitere Kostenfalle kann laut COMPUTERWOCHE entstehen: Die Stromverkabelung muss eventuell erneuert werden, weil sie dem gestiegenen Verbrauch nicht gewachsen ist. Außerdem benötigen schnellere Netze mehr Strom, denn mit den steigenden Geschwindigkeiten erhöhen sich im Kupferkabel die Fehler durch Störungen, so dass schnellere und effizientere Korrekturverfahren verwendet werden müssen. Dies erfordert mehr Rechenleistung und führt somit auch zu einem höheren Stromverbrauch.

    Vor diesem Hintergrund stellt die Glasfaser eine sinnvolle Alternative dar, weil sie störungssicherer ist und weniger Strom erfordert. Pro Netzwerk-Port braucht die Glasfaser mit einem Watt rund sieben Watt weniger als ein klassischer Kupferkabel-Anschluss. Ebenfalls viel Geld und Energie können Anwender sparen, wenn sie bei Neuanschaffungen auf die Energieeffizienz achten. So verbraucht ein Gigabit Switch neuerer Bauart zum Beispiel 178 Watt weniger als ältere Modelle. Für ein typisches Unternehmens-Netzwerk mit 100 Ethernet-Switches und 2.000 Netzknoten könnte dies eine Ersparnis von rund 156.000 Kilowattstunden bedeuten. Dies entspricht beispielsweise der jährlichen Beleuchtung von rund 125 Einfamilienhäusern.